Internationaler Friedenspreis Dresden

Rap, Jazz und klare Kante gegen das Schweigen. Im Einsatz in der Semperoper. 🏛️✨

Wenn Juse Ju auf der geschichtsträchtigen Bühne rappt, während der polnische Jazz-Virtuose Dominik Wania die Töne vorgibt, dann weißt du: Das hier ist keine gewöhnliche Gala.

Am 12. April durfte ich bei der Verleihung des Internationalen Dresdner Friedenspreises als Dolmetscherin sowohl mittendrin als auch hinter den Kulissen sein.

Im Scheinwerferlicht: Die polnische Schriftstellerin und Aktivistin Klementyna Suchanow. Ihr Buch „Das ist Krieg“ (Europa Verlag) seziert das globale Netzwerk ultrakonservativer Kräfte, die versuchen, Menschenrechte – insbesondere die Rechte von Frauen und der LGBTQ+-Gemeinschaft – weltweit massiv einzuschränken.

Die bewegende Laudatio hielt Luxemburgs langjähriger Außenminister Jean Asselborn. Weitere starke Impulse kamen von Ministerpräsident Michael Kretschmer, Intendantin Nora Schmid, Peter Theiler, Peter Ufer und Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch.

Eine Auszeichnung mit langer Geschichte: Der Preis basiert auf der privaten Initiative des 2018 verstorbenen Medizin-Nobelpreisträgers Günter Blobel. Als Kind erlebte er 1945 die Zerstörung Dresdens und verlor seine Schwester im Krieg. Gemeinsam mit Klaus Tschira (SAP-Mitgründer) schuf er diesen Preis, um Mut und Zivilcourage eine Bühne zu geben.

Was war daran so besonders für mich? Als Dolmetscher:innen sind wir oft dort unterwegs, wo Diskretion den höchsten Stellenwert hat. Umso mehr freut es mich, wenn wir zu Initiativen beitragen dürfen, die eben nicht hinter verschlossenen Türen bleiben – sondern laut in die Welt hinausgetragen werden sollten! 🌍🎤

MDR Sachsenspiegel: https://www.ardmediathek.de/video/mdr-sachsenspiegel/mdr-sachsenspiegel-vom-12-april/mdr/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kdW5nLzI4MjI4MC81NTk2OTgtNTM4NTA2

„Das ist Krieg“: https://www.europa-verlag.com/Buecher/6675/DasistKrieg.html

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